Was gibt es Neues bei Elbweiderind?

22.05.2023 / Weideaustrieb mit kleiner Überraschung

Seit Freitag sind die Elbweiderinder nun wieder an der Elbe bei Pülswerda. Beim Austrieb gab es keine Komplikationen, aber dafür eine kleine Überraschung: Eine von den Kühen, die wir von Frank Seifert übernommen haben, hatte am Morgen gekalbt (... hatte man der Kuh tatsächlich nicht angesehen). Das ist das Kuh-Kalb, was Elbweiderind-Chef Matthias Schneider auf dem Foto gerade hochheben will. Die Herde genoss das hohe, saftige Gras und einen ersten großer Koppelteil von ca. 2 Hektar Fläche. Bis zum Spätherbst werden die Rinder nun auf ihrer Sommerweide bleiben. ... Wer live dabei sein will, wie die Hereford-Kälber die Weiten der Elbweiden genießen und unsere neuer Bulle SIGI zu seinen “Mädels” darf, kann sich gern zum 1. Elbweiderind-Spaziergang am 3. Juni von 11 bis ca. 14 Uhr anmelden. Es gibt nur noch wenige Restplätze. Der nächste
Spaziergang ist am 24. Juni. An diesem Tag dürfen dann auch die Elbweiderind-Ochsen in die Herde.
Anmeldung unter: erlebnis@elbweiderind.com
(Fotos: Gitta Martini)


09.05.2023 / Viele Hände, schnelles Ende ... Herzlichen DANK für Eure Hilfe!


Wir haben die besten Kunden und Unterstützer! Herzlichen Dank für Eure Hilfe beim Arbeitseinsatz auf den Elbweiden am vergangenen Sonntag! Über 35 Freiwillige sind unserem Aufruf gefolgt und haben mit angepackt, um die Elbweiden für den Austrieb unserer Rinderherde auf Vordermann zu bringen. Es wurden die Hochwasser-Hinterlassenschaften (Holz und Müll) beseitigt, giftiges Frühlingsgreiskraut rausgerissen und 40 neue Schwarzpappeln gepflanzt. Als kleines Dankeschön gab es anschließend noch ein tolle Helferverpflegung bei gemütlichem Zusammensitzen.



28.04.2023 / Frisch "geduscht" ins Wochenende


Schon gewusst?

Direkt nach der Geburt beginnt die Kuh, ihr Kalb zu lecken, um es zu trocknen. Damit wird gleichzeitig der Kreislauf und die Atmung des Nachwuchses anregt. Bei der Kuh bewirkt das Ablecken außerdem eine Ausschüttung des "Kuschelhormons" Oxytocin, wordurch die Nachgeburtsphase positiv beeinflusst, die Milchproduktion stimuliert sowie die Bindung zwischen Kuh und Kalb verstärkt wird.
(Foto: Gitta Martini)


14.04.2023 / Die schwarze Rosi und ein braunes Kalb?

Unsere schwarz-weiße Holsteiner-Kuh Rosi hat vor kurzem wieder ein Kalb bekommen. Der weibliche Nachwuchs sieht allerdings auf den ersten Blick aus wie ein Hereford. Wie das kommt? Rosi selbst ist eine Mischung aus den Rassen 50 % Holstein-Friesian (schwarz) und 50% Fleckvieh (braun) - auch F1-Kreuzung genannt. Da die schwarze Fellfarbe bei der Vererbung dominant ist, musste Rosi selbst somit auch schwarz werden. Sie hat allerdings durch die Fleckvieh-Einkreuzung auch braune Gene, die sie vererben kann. Der Vater ihres Kalbes ist ein reinrassiger Hereford-Bulle gewesen - also auch braun. Somit kann es sein, dass Rosis Kälber sowohl schwarz als auch braun gefärbt auf die Welt kommen. Beides kam auch schon vor.



16.03.2023 / Schon zwei Zwillingsgeburten in diesem Jahr

In diesem Jahr hatten wir bei den ersten 8 Abkalbungen schon 2 Zwillingsgeburten dabei. Auf den ersten Blick sieht das erstmal toll aus: Als Züchter wartet man 1 Jahr auf das nächste Kalb und hat jetzt plötzlich 2 aus einer Kuh. Allerdings ist die Mutterkuh von Natur aus in der Regel auf ein Kalb "ausgelegt" und die bei der Geburt schon kleineren Kälber konkurrieren dann um die Milch. Das ist aber meist kein so großes Problem, da die Kälber auch schon nach wenigen Tagen mit der Heu- oder Gras-Aufnahme beginnen. Allerdings kann es sein (… und kam bei uns schon vor), dass die Mutterkuh nach der Geburt des 2. Zwillingkalbs, das 1. Kalb "vergessen" hat und sich nur noch um das 2. kümmert. Bei unseren beiden Mutterkühen mit Zwillingen in diesem Jahr hat es bis jetzt sehr gut geklappt und es wird sich jeweils sehr gut um beide gekümmert. Am nächsten Sonntag (26.3.) werden wir beim Ostelbischen Bauernmarkt in Pülswerda höchstwahrscheinlich eine Zwillingsmutterkuh und ihr Pärchen vor Ort haben. Kommt gern vorbei!


07.03.2023 / Das erste Elbweiderind-Kalb ist da

Mit nur einem Tag Verspätung kam an diesem Dienstag das erste Elbweiderind-Kalb der Hauptherde auf die Welt. Der kleine Bulle hatte dann gleich am 2. Tag das nasse und kühle Schneeerlebnis. Den robusten Herefords macht das aber nichts aus - sie kommen mit jedem Klima gut zurecht. Zur Geburt sondern sich die Mutterkühe immer von der Herde ab. Im neuen Winterquartier haben sie nun endlich genug Platz dafür. Fast 100 m weg von der Herde wurde das Bullenkalb geboren. Gleich unmittelbar danach beriecht und beleckt das Muttertier ihren Nachwuchs ausgiebig. Denn das erste und sicherste Erkennungsmerkmal nach der Geburt ist der Geruch, später erfolgt auch eine akustische Erkennung und ab der 2. Lebenswoche ebenso eine optische Erkennung auf einer Distanz von 50 Metern. Nach etwa 30 Minuten war das Bullenkalb schon auf den Beinen, trank die erste und wichtigste (Kolostral)Milch zur Ausbildung der Abwehrkräfte und erkundete vorsichtig die Umgebung. In den nächsten Wochen wird die Elbweiderind-Hauptherde noch um weitere 25 Kälber wachsen.



02.03.2023 / Wie der Herre, so ... Unser neuer Deckbulle hat jetzt einen Namen


Vor einem Monat haben wir Euch dazu aufgerufen, uns gern Vorschläge für den zukünftigen Namen unseres neuen Deckbullen zu schicken. Über 100! Ideen haben uns per Mail und über unsere Social-Media-Kanäle erreicht - außergewöhnlich, kreativ, witzig … alles war dabei. Vielen herzlichen Dank. Die Auswertung ergab, dass sich ein Großteil von Euch einen Namen wünscht, der mit dem Vorbesitzer (Herrn Seifert) zu tun hat. Durch die Zusammenlegung mit seinem Hereford-Betrieb Seifert in der Nachbarschaft ist dieser schmucke, junge Bullen nun Teil der Elbweiderind-Herde. Herr Seifert (jetzt im Ruhestand) war ein sehr guter und deutschlandweit bekannter Züchter, der viele erfolgreiche Hereford-Deckbullen hervorgebracht hat.
Ein Name und die Herleitung gefiel uns besonders gut: SIGI. Der Vorschlag kam von Familie Husser-Bollmann: Laut Etymologie leitet sich der Name Seifert nämlich zum Teil von „Sigi“ ab. Denn Seifert basiert auf den Namengliedern althochdeutsch “sigu”, altsächsisch “sigi” (Sieg) und althochdeutsch “fridu”, altsächsisch “frithu”, “frethu” (Friede). Ein toller kurzer, bedeutsamer Name also für unseren neuen Bullen, zu Ehren seines Vorbesitzers.

ÜBRIGENS: Wer live dabei sein will, wie SIGI das erste Mal zu seinen “Mädels” darf, kann sich gern zum 1. Elbweiderind-Spaziergang am 3. Juni anmelden. Alles weiteren Infos dazu findet Ihr HIER: https://www.elbweiderind.com/Veranstaltungen/


02.02.2023 / Unser neuer "Hahn im Korb": Deckbulle XXX

Die Natur ist faszinierend, aber auch unberechenbar - für Mensch und (Nutz)Tier. Unser bisheriger Deckbulle „Hans-Robert“ musste sich in den vergangenen 2 Jahren so einigen gesundheitlichen Herausforderungen stellen: Im letzten Winter hatte er eine leichte Lungenentzündung und zudem sich im Sommer auf den Elbweiden mehrfach Steine eingetreten. Letzteres führt dann zu Lahmheit auf dem betroffenen Bein. Über die Ursachen kann man hinterher nur spekulieren. Wahrscheinlich hatte er von seiner Genetik her doch etwas weichere Klauen. Hinzu kommt, dass wir die weiblichen Nachkommen des Bullen mit anderen Betrieben tauschen müssten, um Inzucht zu vermeiden. Daher mussten wir uns nach einem passenden neuen Deckbullen umsehen. Hier hatten wir großes Glück durch das Zusammengehen mit dem Hereford-Betrieb Seifert aus der Nachbarschaft. Hier gibt es einen schmucken, jungen Bullen, der sich prächtig entwickelt hat und über eine gute Abstammung verfügt. Herr Seifert (jetzt im Ruhestand) war ein sehr guter und deutschlandweit bekannter Züchter, der viele erfolgreiche Hereford-Deckbullen hervorgebracht hat.


Jetzt hat unser neuer “Hahn im Korb” seinen Bullenring bekommen und soll am 3. Juni erstmals in seine Herde kommen. (Foto: Gitta Martini)

Was ihm noch fehlt, ist ein passender Name. Habt Ihr eine Idee? Dann schickt uns Eure Vorschläge doch gern an: info@elbweiderind.com


20.01.2023 / Woher kommen die Kälber im Schnee?

Wie Ihr ja wisst, planen wir eigentlich, wann die neuen Elbweiderind-Kälber geboren werden - indem wir die Bullen erst Ende Mai / Anfang Juni wieder in die Herde lassen. Somit kommen dann alle Kälber im März oder April auf die Welt und können gemeinsam auf den saftigen Elbwiesen aufwachsen. Auf den aktuellen Fotos vom neuen, besseren Winterquartier seht Ihr aber schon jetzt Kälber. Wieso? Das kommt aufgrund der Zusammenlegung mit einem Hereford-Zuchtbetrieb in der Nachbarschaft. Der ehemalige Züchter (82,5 Jahre) hat seinen Bullen ganzjährig in der Herde. Und wie beim Menschen, sind Kühe einmal im Monat fruchtbar. Somit kann es theoretisch ganzjährig Nachwuchs geben. Den Kälbern schadet der Winter aber nicht - keine Sorge! Und irgendwie hat es ja auch was, wenn die Mini-Herefords im Schnee spielen. (Fotos: Gitta Martini)



01.01.2023 / Neues Jahr, neues Winterquartier

Auch für die Elbweiderinder bringt das neue Jahr gleich etwas Neues: Durch die Zusammenlegung mit einem Hereford-Zuchtbetrieb in der Nachbarschaft (der Inhaber hat sich mit über 80 Jahren entschieden, langsam weniger zu arbeiten) haben wir ein besseres und größeres Winterquartier für unsere Mutterkühe plus Esel - konkret 8 Hektar Fläche und somit mehr Platz und Ruhe bei der Abkalbung im Frühjahr.
Das neue Winterquartier wollen wir Euch natürlich auch bald vor Ort zeigen. Die Infos dazu schicken wir zeitnah per Mail über unsere Weidepost - meldet Euch gern an: https://www.elbweiderind.com/Ueber-uns/Weide-Post/



12.12.2022 / “Raus aus der IT und rein in die Landwirtschaft”: Beitrag auf blog.marktschwaermer.de
Nach 25 Jahren in der Softwareindustrie entscheidet sich IT Spezialist Matthias Schneider, 2017 die Regionalmarke “Elbweiderind” zu gründen. In seinem Betrieb sind ihm eine artgerechte Tierhaltung und die direkte Vermarktung besonders wichtig. Wie ein nachhaltiger Fleischkonsum in seinen Augen aussieht und worauf man beim Kauf von Fleisch achten sollte, erfahrt Ihr HIER in diesem Marktschwärmer-Interview.

 




18.11.2022 / Spaß im Unterholz: Elbweiderinder ignorieren Plan beim Weide-Umtrieb!
Am Mittwoch, dem Buß- und Bettag, haben wir geplant, die Rinderherde ca. 2,5 km auf die letzte sinnvolle Weide an der Elbe bei Pülswerda zu treiben. Dort hatte die Sommerweide im Mai begonnen und durch den September-Regen gab es einen 2. Aufwuchs. 13 Uhr war der Umtrieb geplant. Am Morgen wurde die Strecke nochmal abgefahren und Elbweiderind-Chef Matthias Schneider entschied sich, den Bereich zu einem sehr dichten Waldstück an der Elbe komplett mit Weidezaun abzusichern. Das war der Plan und der wurde umgesetzt. Rinder aus einem "Wald" mit starkem Unterholz zu holen, ist eine sehr unschöne und undankbare Aufgabe. So ein Sicherungszaun funktioniert eigentlich(!) immer. Es liegt zwar keine Spannung an, aber die Rinder kennen den Zaundraht genau und halten Abstand. In einer Kurve kam die Herde zum Stehen, einige drehten sich um und die ersten Kälber krochen unter dem Zaun durch. Nun gab es kein Halten mehr und die Rinder und Esel hatten 30 Minuten ihren Spaß bei der ungewohnten "Wald"-Erkundung. Nach 45 Minuten ging es dann weiter und am Ende kamen alle unversehrt auf der neuen Weide an der Elbe an.


28.10.2022 / Unsere Elbweiderinder im Einsatz als "Rasenmäher"
Im Naturschutzgebiet “Alte Elbe Kathewitz” gibt es eine kleine Fläche, auf der noch trockenes und sehr hartes Gras steht. Die Schafe, die dort normalerweise weiden, fressen dieses Gras nicht mehr runter. Unser Nachbar - die Agrargenossenschaft Arzberg - müsste die Fläche jetzt eigentlich mit dem Traktor mähen, damit im Frühjahr neues Gras wachsen kann. Da helfen wir doch gern. So entstand die Idee, unsere robusten Elbweiderinder als “Rasenmäher” einzusetzen. Das nutzt allen Parteien: Wir haben etwas länger frisches Weidefutter, die Agrargenossenschaft spart sich den Traktor-Einsatz und im Frühjahr gibt es an der Stelle dann wieder eine tolle Schafsweide.


09.10.2022 / Bulle Hans-Robert muss ins Exil
Heute findet ein letztes Mal in diesem Jahr unser Elbweiderind-Spaziergang statt. Über 100 Teilnehmer haben sich dazu angemeldet. Die letzte Gelegenheit unseren Deckbullen Hans-Robert inmitten seiner Herde zu sehen. Denn morgen heißt es für den 1,1-Tonnen-Koloss: Ab ins Exil - konkret ins Winterquartier. Wieso? Damit alle unsere Mutterkühe ihre Kälber zwischen Februar und März im kommenden Jahr gebären. Als der Bulle im Juni in die Herde kam, leistetet er ganze Arbeit bei seinen Mädels. Sie sind jetzt also im 4 Monat trächtig (… die Schwangerschaft dauert übrigens fast genauso lange wie beim Menschen). Im jetztigen Stadium sieht man natürlich noch nicht, ob alle Kühe trächtig sind. Wenn der Bulle also jetzt noch mal zu einem erfolgreichen Natursprung bei einer Kuh ansetzen würde, bekämen wir ggf. ein Nachzügler-Kalb im Spätsommer. Das wollen wir verhindern. Denn für das Wachstum und die Entwicklung des Elbweiderind-Nachwuchses gibt es nichts Besseres als das frische, saftige Grün der Elbweiden.


22.09.2022 / Ein grünes Wunder auf den Weiden

Durch die Niederschläge der letzten 4 Wochen ist ein Wunder auf unserem Luzerne-Schlag geschehen: Alles ist wieder grün. Es war bis dahin eine trockene Steppe und selbst die Disteln waren am Vertrocknen. Kein lebender Halm Gras oder Luzerne (auch "Königin der Futterpflanzen genannt) waren mehr zu sehen.
Da wir mit dem Winterfutter hinkommen sollten, haben wir uns entscheiden, der Herde jetzt den Luzerne-Schlag als Weide zu geben. Tolles eiweißreiches Futter und viel Platz.


26.08.2022 / Rosi hat einen Vogel

Wie Symbiose und natürliche Fliegenabwehr auf der Weide funktioniert, konnte man in den letzten Tagen wieder sehr gut bei unserer Herde beobachten (Fotos: Gitta Martini). Fliegen sind für unsere Elbweiderinder eine ziemliche Plage und so genießen sie es, wenn Stare sie von den Insekten befreien. Eine Win-Win-Situation: Die Vögel freuen sich über das Futter-Angebot und die Rinder sind die lästigen Fliegen los. Auch unsere schwarz-weiße Holsteiner-Kuh Rosi lässt sich von den gefiederten Zaungästen also nicht aus der Ruhe bringen.



11.08.2022 / Ja, es ist sehr trocken auf den Weiden, aber….

Über die große Trockenheit in diesem Jahr wurde schon viel gesagt und geschrieben. Viele von Euch fragen uns: Was machen eigentlich die Rinder und vor allem was fressen sie jetzt? Die letzten Jahre, besonders 2018 und 2019, haben uns gezeigt, wohin sich das Wetter und die Sommer doch immer mehr entwickeln. Wir versuchen daher unsere Art der Landwirtschaft besser auszurichten - hin zu einer regenerativen Landwirtschaft.

Hier sehr Ihr besondere Bilder im Vergleich. An nahezu den gleichen Stellen wurden Bilder am 11. August 2018 und am 11. August 2022 gemacht. 2018 war für uns nochmal schwerer, da wir quasi überhaupt nicht mit der Trockenheit gerechnet hatten. Ab Juni 2018 fütterten wir damals nur noch Stroh zu. Zudem hatte die Alte Elbe in unserem Teil nahezu komplett ihr Wasser verloren.
2022 waren wir besser vorbereitet: Wir hatten im letzten Jahr das feuchte Wetter genutzt und - über unseren Winterbedarf hinaus - Futterreserven gebildet. (Luzerne sogar 3 Schnitte. In diesem Jahr war es nur ein Schnitt und leider nicht mal ertragreich.). Dieses „alte“, aber gute Futter können wir in den nächsten Wochen zum Zufütteren einsetzen. Wir haben unsere Herde außerdem einen ganzen Monat später auf die Weide gebracht - im Vergleich zu 2018. Dadurch gibt es jetzt noch Weideflächen, wenn auch mit getrocknetem Gras. Das fressen die Rinder aber immer noch sehr gern. Und auch den Tierbestand haben wir so verändert, dass nicht zu viele Rinder auf den Weideflächen stehen und so die Grasnarbe nachhaltig schädigen.
Ja, der trockene Sommer ist eine sehr große Herausforderung für Mensch und Tier. Wir müssen aber lernen, damit umzugehen. Bitte unterstüzt weiter unsere Idee von regenerativer Landwirtschaft und habt einen festen Platz für das Fleisch und die Wurst vom Elbweiderind in Eurem Kühlschrank. Danke!





27.06.2022 / Weideumtrieb zur Alten Elbe

In dieser Woche sind unsere Elbweiderinder von der Elbe an die Alte Elbe (hinter unseren Luzerne-Schlag) umgezogen. Das geschah früher als geplant. Grund dafür ist die aktuelle Wetterlage und der dadurch fehlende Niederschlag. Dadurch ist die erste Wachstumsphase des Grases (1. Schnitt) bereits vorbei und bietet unserer Herde nicht mehr ausreichend Futter. Unsere Tiere hatten mit dem Umzug kein Problem - im Gegenteil. Wie man im Video sehr gut sehen kann, ließen sie sich gern von Elbweiderind-Chef Matthias Schneider mit dem Geländewagen treiben. Ihnen voran ging unser Herdenmanager Daniel und zeigte den Weg zum neuen Weideplatz.


13.06.2022 / Ersten Winterfutter-Vorrat gesichert

Unsere Elbweiderinder genießen aktuell das saftige, frische Grün der Elbweiden im Naturschutzgebiet "Alte Elbe Kathewitz". Damit sie auch im Winter hochwertiges und gesundes Futter bekommen können, beginnen wir schon jetzt mit der Vorratshaltung für die kalte Jahreszeit. Heute haben wir zum ersten Mal in 2022 auf unseren Flächen Luzerne geschnitten und gewickelt. Ein hervorragendes Winterfutter für die Elbweiderinder: Denn die Luzerne (auch "Schneckenklee" genannt) hat einen hohen Eiweißgehalt und Beta-Carotin-Anteil, der das Immunsystem stärkt und die Fruchtbarkeit der Tiere verbessert. Die Struktur der Pflanze sorgt außerdem dafür, dass die Rinder besser wiederkäuen und somit mehr fressen können. Die Luzerne heißt also nicht umsonst „Königin der Futterpflanzen“.

 


25.05.2022 / Die Elbweiderinder auf Reisen

Am letzten Freitag wurde unsere Herde auf die Sommerweide an die Elbe bei Pülswerda gebracht. Die Mutterkühe, die Kälber, die Ochsen und zum Schluss die 3 Esel kamen mit großer Begeisterung auf den Weiden an der Elbe an. Ein kleiner Film vom Ablauf so einer Aktion ist noch in Arbeit - schicken wir Euch aber natürlich sobald er fertig ist. Die Mutterkühe kennen das Prozedere mit dem großen Transportanhänger für die 10 km Fahrstrecke und gehen quasi „gern“ drauf. Die neugeborenen Kälber vom April werden aus Sicherheitsgründen mit dem kleineren PKW-Anhänger gefahren. Hier brauchen wir immer sehr, sehr viel Geduld beim Führen auf den Transportanhänger. Am Freitag war es sehr schwülwarm und die Rinder gingen zuerst Richtung Elbe und ins kühlende Nass. Für uns ist diese Ankunft der Rinder im Mai der schönste Tag des Jahres. Man könnte dann stundenlang zusehen und sich mit den Rindern im grünen Gras freuen. (Fotos: Gitta Martini)


31.03.2022 / Letzte wichtige Weidepflege vor dem Regen

Vor Beginn der Weidesaison sollten die Weiden mit dem Traktor oder Pferd abgeschleppt werden, damit der Filz aus altem Gras usw. gelockert wird. Das geschiet mit Hilfe einer eggeähnlichen Metallkonstruktion aus einem Rahmen und darin eingehängten Ketten und Dornen, die den vermoosten Boden “aufreißen”. Dadurch werden dann Maulwurfshügel, Mistreste und Pflanzenbedeckungen verteilt, die Grasnarben richtig gut belüftet und junge Pflanzentriebe im Wachstum gefördert. Dank des Einsatzes der Helfer vor 2,5 Wochen waren Äste und Müll fast komplett weg, sodass wir am letzten Sonntag in einer kleineren Besetzung die letztes Holzreste aufsammeln konnten. Besonderen Dank an die Familie Kohlsmann und Freunde, Gitta, Alexandra und Daniel! Herr Kohlsmann hat unseren ältesten Belarus-Traktor (von 1988) mit viel Begeisterung gefahren.





17.03.2022 / Die ersten 2 Elbweiderind-Kälber 2022 sind da

Die Geburtensaison bei unseren Rindern ist eingeläutet. Am Montagmorgen brachte eine Färse (Kuh, die noch kein Kalb hatte) ihr erstes Kalb zur Welt. Das weibliche Jungtier ist etwas klein, aber wohlauf, säugt problemlos und genoss schon die ersten Sonnenstrahlen. 24 Stunden später folgte dann Nummer 2 – ein gesunder Bulle. Der Anfang ist also gemacht. Nun stehen in den nächsten Wochen noch viele weitere Kälber-Geburten bevor. Bei der Rasse Hereford ist es in der Regel nicht notwendig, bei der Geburt zu untertützen und die Kühe schaffen es gut allein. Wir müssen allerdings die gesetzlichen Regelungen beachten und zeitnah nach der Geburt den Nachwuchs mit 2 schicken Ohrmarken “verschönern”. Die Mutterkuh sieht diese Aktion in der Regel nicht sehr gern und man muss sie daher sehr aufmerksam im Auge behalten… Im Zweifel bleibt nur der geordnete Rückzug.





13.03.2022 / Danke! Über 60 Freiwillige Leipziger und Ostelbier halfen beim Aufräumen der Elbweiden

Dass treue Kunden ein Unternehmen auch in Ihrer Freizeit freiwillig und unentgeltlich unterstützen, ist nicht selbstverständlich. Aber möglich. Das zeigte sich am vergangenen Samstag wieder einmal im ostelbischen Pülswerda. Elbweiderind-Chef Matthias Schneider rief zum Arbeitseinsatz auf. Um 9.30 Uhr ging es los mit Unterstützung von rund 60 großen und kleinen Elbweiderind-Fans – neben den meisten aus Leipzig angereisten Helfern kamen auch die Familien Jage und Pfeiffer aus Beilrode und Starke aus Pülswerda. Gemeinsam wurde angepackt, um die Weiden an der Elbe für die Rinder wieder auf Vordermann zu bringen. „Ohne die große Hilfe wäre das für uns unmöglich gewesen, die unzähligen kleinen Äste und Zweige vom Sturm-Bruch in den vergangenen Wochen zu entfernen“, so Schneider. „Eine Mammutaufgabe! Seit den trockenen Sommern 2018/2019 sind viele ältere Bäume ganz oder teilweise abgestorben.“ Damit das Gras im Frühling wieder richtig wachsen kann und die Elbweiderinder inkl. der neugeborenen Kälber nach dem Austrieb keinem Verletzungsrisiko ausgesetzt sind, mussten die trockenen Äste und Zweige von den Weiden aufgesammelt werden. Natürlich wurden auch wieder mehrere Müllsäcke mit angeschwemmtem oder vergessenem Abfall gefüllt und entsorgt. Am frühen Nachmittag war die doch ganz schön anstrengende Aktion dann beendet. Eine Rechtsanwältin aus Leipzig meinte im Nachgang dazu: „Es war zwar eine ganz schöne Schufterei und ich war fix und foxi hinterher, aber es war auch richtig klasse, mal was ganz anderes. Und es war so wohltuend, lauter normale Leute um uns zu haben!“. Zum Dank gab es eine wärmende, selbstgemachte Soljanka, Grillwurst und eine kleine Überraschung für die Unterstützer.

 




01.01.2022 / Chef-Behandlung im Winterquartier

Die erste und zweite Januarwoche ist Elbweiderind-Chef und Landwirt Matthias Schneider der Rinder-Verantwortliche. An manchen Tagen (wenn ein anderer Termin drückt) startet er schon gegen 7 Uhr mit Stirnlampe (daher der rote Fleck auf seiner Stirn) in der Dunkelheit. Das Ziel: Füttern und den Rindern eine trockene Liegefläche machen, was besonders an Regentagen eine Herausforderung ist. Wenn sich am Ende die Elbweiderinder in das trockene Stroh legen, gut gefressen haben und zufrieden vor sich hin(wider)käuen, freut man sich über den Einsatz im Winterquartier. Ab und zu bekommt der Chef sogar fachmännische Unterstützung – z.B. von seiner 84-jährigen Mutter, die einen Spitzenabschluss als Meisterin in der Landwirtschaft/DDR hat.